Elbensippen

Es handelt sich bei nachfolgender Auflistungen nicht um verschiedene Elbenrassen, sondern vielmehr um Sippen oder Clans, welche verschiedene Interessen hegen oder durch ihre Heimat stark geprägt wurden. Dies schließt auch oft ein unterschiedliches Verhalten ein, obwohl wir immer darauf bedacht sind, eine in der Gruppe spielbare Variante zu erreichen.

Name Kurzbeschreibung
Vom Wesen der ElbenKurze Erklärung des allgemeinen Verhaltens von Elben
WaldelbenLeben in der Provinz Colis; sind sehr Naturverbunden
HochelbenLeben in der Provinz Súrion und Flumineus; sind stark Magieverbunden
BlutelbenLeben in der Provinz Canis;

Vom Wesen der Elben

Elben sind allgemein bekannt als die schönsten Wesen, anmutig, von eher zartem Körperbau, durchschnittlich etwa bis zu 6 Fuß hoch und haben außerdem – oft langen – Haupthaar keine weitere Kröperbehaarung. Alle Elben haben große, leicht schräge und ausdrucksstarke Augen und die typischen, spitz zulaufenden Ohrmuscheln. Es gibt kein Wesen, dass beim allerersten Anblick eines Elb mit Gleichgültigkeit oder Desinteresse reagieren könnte; auch wenn viele Völker die Elben für eingebildet oder selbst verliebt halten.

Alle Elben haben eine große Vorliebe für Magie, deren Verwendung durch alle Elbenvölker hindurch mit Interesse erforscht und bewahrt wird. Eines der großen Wunder der Welt sind die Städte und Bauten der Elben, die oft so gestaltet werden, dass sie sich in ihre natürliche Umgebung vollkommen einfügen, und die Schönheit eine Landschaft eher noch unterstützen als sie zu “verbauen”.

Anders als anderen Rassen schlafen die Elben nicht wirklich, sondern benötigen nur eine Phase der Ruhe, die als “Andacht” bekannt ist. Obwohl die Friedfertigkeit der Elben beinahe sprichwörtlich ist, haben sie eine lange und blutige Geschichte hinter sich, deren Kenntnis oft für einen Versuch des Verstehens der Kultur und des Verhaltens dieses Volkes notwendig ist.

Typisch für die Elben, und wahrscheinlich bedingt durch die lange Lebensspanne und den geringen Bedarf an Ruhezeiten, ist eine große Geduld im Umgang mit anderen und das Bestreben, ein Projekt oder ein Kunstwerk eher zu perfektionieren als schnell zu Ende zu bringen. Ein Elb ist nur langsam darin, anderen zu vertrauen oder in jemandem einen Freund zu sehen, aber umgekehrt braucht er genauso lange, um jemandem sein Vertrauen zu entziehen oder zu einem Feind zu erklären. In der Vergangenheit war dies schon öfter Anlass zu bedauerlichen Missverständnissen zwischen den Elben und anderen Rassen.

Einen Sonderstatus in der Auflistung der Elbenrassen haben die Drow, für sie gilt fast nichts des hier gesagten. Viele plädieren deshalb sogar dafür, die Drow nicht als Elbenvolk, sondern als eigene, getrennte Rasse anzusehen; die Geschichte lehrt uns aber etwas anderes. Elben kommen untereinander und mit den anderen Völkern in der Regel gut aus, wenn sie auch nicht immer dazu tendieren, mit anderen Rassen Kontakt zu suchen. Die Hauptfeinde der Elbenvölker sind die Drow und die Orks; was sich aus der besonderen Geschichte dieser Völker erklärt. Man sagt oft, die Elben sind die Magie des Landes, die Schönheit und das Lachen der Welt. Sie haben anerkanntermaßen die schönsten Kunstwerke geschaffen und sind in Musik, Magie und der Baukunst führend vor anderen Rassen.

Einen Elb zu erfreuen, ist oft schon mit ganz einfachen Dingen möglich, wie einer schön vorgetragenen Ballade, einer Zaubervorführung oder einem erlesenen Gedicht; es sei denn, es handelt sich um einen Sonnenelb. Um einen Elb zu verärgern, ist schon einiges an Aufwand nötig, sicher schafft man es, wenn man seine Herkunft in Zweifel zieht. Je nach Volk und Umstand reagieren Elben sehr vielfältig auf Beleidigungen, einige ziehen sich zurück, andere werden für Jahre erbittert die Waffen sprechen lassen. Viele Völker halten die Elben für rätselhaft und über-vorsichtig; ein Volk, das sich in sich selbst zurückzieht und sich selbst genug ist. Der typische Elb ist von chaotisch guter Gesinnung, da er seine eigene Freiheit braucht und die Freiheit anderer respektiert und sie zu schützen versucht.

Waldelben

Aussehen:

Auch als die Kupferelben bekannt, haben sie eine kupferfarbene Haut, manchmal mit einem leichten Grünschimmer, und braune, grüne oder gelbe Augen. Ihr Haar ist normalerweise braun oder schwarz, hin und wieder blond oder kupferrot. Sie ziehen einfache, weite und meist lederne Kleidung in den Farben des Waldes vor, und Verzierungen in natürlichen Mustern, wie Ranken- oder Blattmuster; Schmuck oder Verzierungen sind allerdings sehr selten in ihrem Volk. Sie sind ebenfalls etwa 6 Fuß hoch, aber etwas kräftiger gebaut als die anderen Elfenvölker.

Typische Klassen: Krieger, Druiden, Heiler, Scouts.

Wesen und Kultur:

Waldelben sind ruhig, ernsthaft und nur mit einem großen Aufwand zu überraschen. Ihre Geduld ist sprichwörtlich. Sie sehen sich als eins mit der Natur und dem Wald, und fühlen sich oft in Städten und größeren Siedlungen unwohl. Waldelben erscheint der Drang, Städte oder feste Siedlungen zu bauen, unsinnig, selbst bei ihren elbischen Verwandten, den Sonnenelben; denn sie glauben, dass der Wald sowieso alles zurückholen wird. Die meisten leben in festen Clangemeinschaften in den großen Wäldern, und ihre Gebiete umspannen oft hunderte von Meilen. Viele lehnen es ab, sich mit mehr Besitztümern zu belasten, als sie tragen können, und leben in den hohen Zweigen der großen Bäume oder natürlichen Höhlen. Es sind schon einige Menschen mitten durch eine Waldelfenstadt gelaufen, ohne etwas davon zu bemerken.

Waldelben sind die geborenen Jäger und Waldläufer, und die Druiden unter ihnen zählen zu den mächtigen. Ihnen werden auch oft Führungsrollen innerhalb der Waldelbengemeinschaften anvertraut. Sie sind zögerlich darin, anderen Zutritt in ihre Gemeinschaft zu gewähren, verstehen aber, dass sich die Zeiten ändern. In der Regel haben sie kaum Interesse daran, noch weitere Sprachen zu erlernen.

Die Magie der Waldelben liegt ganz auf einer Linie mit der Magie der Druiden, das druidische Weltverständnis spiegelt sich überall in der Kultur der Waldelben wieder. Im Gegensatz dazu kommt ihnen die Magie der Zauberer, sowie das wälzen uralter Bücher zum erlangen von Wissen oft suspekt und merkwürdig vor. Gegenstände der Waldelfen sind meist aus natürlichem Material, meist aus Holz, und vermeidet das Verarbeiten von Metall in irgendeiner Form. Die Waldelben verehren unter den Seldarine die Gottheiten, die sich der Natur zugewandt haben, also den Herrn der Blätter, Rillifane Rallathil. Einige verehren auch Silvanus, den menschlichen Gott des Waldes. Solonor als dem Gott der Jagd und des Bogenschießens, wird oft besondere Verehrung zuteil, und sein Name ist oft der Kampfschrei der Waldelben. Die Liebe zu Tieren ist allen Waldelben zu eigen, so dass sie oft zwei, drei oder mehr tierische Gefährten haben. Das Konzept eines Haustieres ist den Waldelben dagegen völlig fremd.

Dennoch, oder gerade deswegen, sind sie Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen und freundlich. Sie haben eine lange Geschichte der Kooperation mit den Menschen. Orks und Gnolle dagegen zählen zu ihren meistgehassten Feinden.

Hochelben

Aussehen:

Sie sind, wie alle Elbenrassen, etwa 6 Fuß groß, haben helle bis leicht bräunliche Haut, und goldblondes oder schwarzes Haar. Ihre Augen sind grün oder braun, seltener schwarz oder gar silbergrau. Sie tragen oft wundervolle, enganliegende Kleidung in kühlem blau, grün, weiß oder grau; und verzieren diese Kleidung reich mit allerhand Schmuck. Wenn sie Schmuck oder Edelsteine tragen, dann immer von exzellenter Handwerkskunst. Man sagt den Hochelben nach, von einer unirdischen Schönheit und Anmut zu sein.

Typische Klassen: Krieger, Magier oder Priester.

Hintergrund:

Die Hochelben sehen sich selbst als das zivilisierteste und älteste Volk der Welt an, wofür sie von den anderen Völkern als arrogant angesehen werden. Jedoch sind sie auch neugierig und haben einen großen Wissensdurst, deshalb halten sie es meist für klüger sich mit anderen Völkern anzufreunden. Sie haben den Grad der Magiebeeinflussung schon perfektioniert, als die Menschen noch Barbaren wie die Orks gewesen sind. Ihre Schiffsflotten haben das ganze Meer erkundet, wobei an vielen Orten Stützpunkte und Städte gegründet wurden. Sie stehen für das Gute in der Welt.

Ihre Macht gründet auf Magie und Disziplin, die sich in ihrer schnellen und agilen Armee widerspiegelt. Als das Chaos über die Welt hereinbrach, lehrten sie die Menschen die Magie, um gemeinsam mit ihnen den Gegner zu bekämpfen. Ihre Erzfeinde sind die Drow, ihre dunklen Vettern, die sich in einem blutigen Bruderkrieg von ihnen trennten.

Blutelben

Aussehen:

Die Blutelfen sind schlank und hochgewachsen. Ihre Haar- und Hautfarben variieren durch fast das gesamte Farbspektrum. Selten gibt es aber auch eine cetharel genannte Hautfarbe, die am ehesten mit Perlmutt zu vergleichen ist. Doch der auffälligste Unterschied zu den anderen Elbensippen sind wohl ihre Dornen die sie überall am Körper tragen.

Typische Klassen: Kieger und Magier

Wesen und Kultur:

Einst stammten die Blutelfen Lólindir aus dem Blutwald, dieser wurde jedoch von Dämonen überrannt und so suchten sie Zuflucht in Lólindir.

Der Sinn der Dornen war, dass sie die Blutelfen in einem beständigen Zustand des Schmerzes gehalten haben und sich die meisten Dämonen von ihnen deshalb nicht nähren konnten, weil sie dazu Schmerz und Leid in einem Lebewesen erst erzeugen müssten. Somit verschmolzen sie Holzgeister mit den Elfen, wodurch aus den Knochen Dornen durch die Muskeln und die Haut wuchsen, wodurch die Blutelfen permanente Schmerzen verspüren. Der Schmerz, den die Dornen verursachen, schützt die Blutelfen vor den Dämonen, da er so intensiv ist, dass die Dämonen ihnen keine weiteren Schmerzen zufügen können, wodurch sie als Nahrung ungeeignet sind.

Grundsätzlich sind die Blutelfen sehr neugierig und unterhalten durch ihren Wissensdurst die größten Bibliotheken des Landes.